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FAQ zum Corona-Virus

Auf dieser Seite finden Sie häufig gestellte Fragen und Antworten. Wir aktualisieren diese Liste fortlaufend.

Welche Verhaltensregeln gelten für die Zeit der häuslichen Isolation?

Das Robert Koch-Institut hat umfangreiche Informationen für diejenigen zusammengestellt, die als Erkrankte oder Kontaktpersonen häuslich isoliert werden. Diese finden Sie hier.

Wie kann ich mich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen?

Es gelten die Verhaltensempfehlungen wie beispielsweise zur Vorbeugung von Grippeerkrankungen. Das Coronavirus wird durch eine sogenannte Tröpfcheninfektion übertragen, also etwa durch Niesen oder Husten, wie es auch bei einer typischen Influenza der Fall ist. Hygienemaßnahmen wie regelmäßiges und gründliches Händewaschen, die Nutzung von Einweg-Taschentüchern beim Husten, Niesen und Naseputzen und das Meiden von großen Menschenmengen helfen, sich vor einer Ansteckung zu schützen. Das gilt für das Coronavirus ebenso wie für eine Erkältung.

Wie wird das neuartige Coronavirus übertragen?

Das neuartige Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann direkt durch von Mensch-zu-Mensch über die Schleimhäute der Atemwege geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie die Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.

Welche Symptome werden durch das neuartige Coronavirus ausgelöst?

Wie andere Erreger kann eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus zu Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen, einige Betroffene leiden auch an Durchfall. Bei den bisher hauptsächlich aus China berichteten Fällen waren vier von fünf Krankheitsverläufen mild. Bei einem Teil der Patienten kann das Virus zu einem schwereren Verlauf mit Atemproblemen und zu Lungenentzündung führen. Todesfälle traten bisher vor allem bei Patienten auf, die älter waren und/oder zuvor an chronischen Grunderkrankungen litten. Derzeit liegt der Anteil der Todesfälle an den labordiagnostisch bestätigten Erkrankungen weltweit bei etwa 2 %.

Was kann ich tun, wenn ich den Verdacht habe, an COVID-19 erkrankt zu sein?

Wichtig: Bitte gehen Sie nicht unangekündigt in eine Arztpraxis oder ein Krankenhaus. Melden Sie sich vorher immer telefonisch an.

Erster Ansprechpartner ist auch in diesem Fall Ihr Hausarzt. Nehmen Sie zunächst unbedingt telefonisch Kontakt zu ihm auf.

Außerhalb der Sprechzeiten ist der ärztliche Bereitschaftsdienst die richtige Anlaufstelle, erreichbar unter der bundesweit einheitlichen Rufnummer 116 117. Überall in Deutschland sind niedergelassene Ärzte im Einsatz, die Patienten in dringenden medizinischen Fällen ambulant behandeln - auch nachts, an Wochenenden und an Feiertagen. Auch bei der 116 117 sollten Sie Ihren Verdacht bereits am Telefon äußern.

Wann ist eine Laboruntersuchung notwendig?

Eine Laboruntersuchung ist dann angezeigt, wenn es sich bei den Betroffenen um Corona-Verdachtsfälle handelt, d.h. sie

  • unspezifische Allgemeinsymptome oder akute Symptome im Bereich der Atemwege haben, insbesondere wenn innerhalb der letzten 14 Tage vor Erkrankungsbeginn Kontakt zu einem bestätigten Corona-Fall bestand.

Ob eine Laboruntersuchung gemacht wird, entscheidet der Arzt. Es gibt keine Möglichkeit, sich im Krankenhaus oder beim Gesundheitsamt vorsorglich testen zu lassen.

Wie erfahre ich, dass ich aus der häuslichen Isolation entlassen werde?


1. Verdachtsfall - negativ getestet
Wenn Sie als begründeter Verdachtsfall eine Ordnungsverfügung Ihrer Stadt bekommen haben, steht das Ende der Isolation in diesem Anschreiben. Sofern der Test bei Ihnen negativ ist und Sie keine weiteren Beschwerden bekommen, endet die Isolation an dem Datum, das in Ihrem Anschreiben steht, und Sie können sich im Rahmen der derzeitigen Empfehlungen wieder frei bewegen. Sollten Sie in dieser Isolationszeit Symptome bekommen, melden Sie sich bitte bei uns unter der Nummer 02361 - 532628

2. Positiv getestet - leichter Krankheitsverlauf ohne Krankenhausaufenthalt
Sie haben von Ihrem zuständigen Ordnungsamt eine Ordnungsverfügung bekommen, in der steht: "bis auf weiteres...“. Das bedeutet eine zunächst 14-tägige häusliche Isolation, vor Ablauf der zwei Wochen werden Sie vom Gesundheitsamt kontaktiert. In diesem Gespräch wird geklärt, ob die Voraussetzungen, die das Robert Koch-Institut für die Entlassung aus der Isolation erfüllt sind, dann wird die Ordnungsverfügung zunächst mündlich und dann schriftlich aufgehoben.

3. Sollte ein schwerer Krankheitsverlauf einen Krankenhausaufenthalt notwendig machen, wird das weitere Vorgehen im Krankenhaus besprochen.

Wer gilt als gesundet?

Entsprechend der Empfehlung des Robert Koch-Instituts zählen als gesundet diejenigen, die seit mindestens 48 Stunden symptomfrei sind, frühestens jedoch 14 Tage nach Symptombeginn.

Was können Mitarbeiter machen, die der Arbeitgeber nach Hause geschickt hat?

Bei dieser Frage muss die Kreisverwaltung auf die private Rechtsberatung verweisen, so, wie man es auch in anderen Lebenslagen tun würde. Der Kreis darf Bürger grundsätzlich nicht in rechtlichen Dingen beraten.

Wie verhalte ich mich, wenn ich von einer Reise zurückkomme?

Seit dem 10. April waren Einreisende, die nach einem mehrtägigen, mindestens 72 Stunden dauernden Auslandsaufenthalt zurück nach Deutschland einreisen, verpflichtet, sich umgehend beim Gesundheitsamt zu melden und sich umgehend in eine 14-tägige Quarantäne zu begeben. 

Zum 15. Mai wurde eine neue Einreiseverordnung verabschiedet, die zwischen europäischen Staaten (Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland) und anderen Ländern unterscheidet. Details entnehmen Sie bitte der Coronaeinreiseverordnung des Landes (CoronaEinrVO).

 

Wie viele Tests werden im Kreisgebiet durchgeführt?

Dem Kreis Recklinghausen werden nur die positiven Fälle gemeldet, damit wir mit den infizierten Personen Kontakt aufnehmen und Kontakte nachverfolgen können, um Infektionsketten zu unterbrechen. Über negative Testergebnisse werden wir nicht informiert.
 
Wie viele Tests gemacht werden, können wir nicht sagen, weil uns die Gesamtzahl nicht vorliegt. Neben den Durchfahrtzentren und mobilen Teams der Hilfsorganisationen, mit denen wir zusammenarbeiten, werden außerdem Tests in Krankenhäusern, bei niedergelassenen Ärzten, in der Corona-Ambulanz oder den Abstrichzentren der Kassenätzlichen Vereinigung durchgeführt. Um eine seriöse und belastbare Zahl der Gesamtest angeben zu können, bräuchten wir Rückmeldung über jeden eizelnen Test, der durchgeführt wird.

Sind alle Todesfälle an dem Corona-Virus gestorben?

Nach der Vorgabe des RKI melden wir all diejenigen, die positiv auf das Corona-Virus getestet waren und verstorben sind.  

Warum hat der Kreis Recklinghausen Testzentren geschlossen?

Das RKI macht klare Vorgaben, wer getestet werden soll: In nicht systemrelevanten Bereichen sind das Personen, die Symptome aufweisen und Kontakt zu einem bestätigten Fall hatten. Nach diesen Vorgaben entscheiden auch die Ärzte, welche Patienten sie abstreichen bzw. an Testzentren wie die Durchfahrstationen der Hilfsorganisationen überweisen. Die fünf Testzentren waren nicht komplett ausgelastet, weshalb wir uns mit den Hilfsorganisationen für die Schließung der standortgebundenen Testungsteams entschieden haben. Gleichzeitig steigt der Bedarf an mobilen Teams, die Abstriche durchführen, z.B. in Pflegeeinrichtungen, Altenheimen oder an Orten, wo Hotspots ausgemacht wurden. Unterm Strich werden nach der Schließung der Testzentren sogar mehr Tests durch die mobilen Teams durchgeführt.

Hat das Gesundheitsamt genug Mitarbeiter, um die Anforderungen der Pandemie zu bewältigen?

Seit Beginn der pandemischen Entwicklung bewerten wir die Situation immer wieder neu und stocken das Gesundheitsamt nach Bedarf auf. Aktuell arbeiten ca. 100 Personen in diesem Bereich. Dazu gehören Ärzte aus den Nebenstellen, externe Kräfte aber auch fachfremde Kolleginnen und Kollegen aus unserer Verwaltung, die speziell für die aktuelle Tätigkeit intern geschult worden sind und bei der Bewältigung der Lage helfen.

Kann das Gesundheitsamt sich erklären, warum es in Gladbeck so viele Todesfälle gibt?

In Gladbeck gab es direkt zu Beginn der Pandemie einen Infektionsausbruch im St. Barbara-Hospital. Ein zweiter Hotspot folgte kurze Zeit später im Cura Seniorencentrum. Auf die beiden Infektionsausbrüche sind, Stand 6. Mai, insgesamt 13 der 18 Todesfälle in Gladbeck zurückzuführen. Im Krankenhaus und in den Pflege- und Senioreneinrichtungen befinden sich vor allem ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, die die Infektion mit dem Virus häufig schlimmer trifft. In beiden Fällen hat das Gesundheitsamt mehrere Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen angeordnet, war mehrfach zur Kontrolle vor Ort und steht im täglichen Kontakt mit den Verantwortlichen. Im Bereich der Senioreneinrichtung ist auch die zuständige Heimaufsicht beteiligt. Die Zahlen der Infektionen sind durch die umgesetzten Maßnahmen rückläufig.
 

Tierhalter

Können meine Haustiere das Corona-Virus bekommen oder gar auf Menschen übertragen?

Grundsätzlich nein. Zwar sind auch bei Haus- und Nutztieren tierartspezifische Corona-Viren bekannt, dabei handelt es sich aber um ganz andere Corona-Viren, als das jetzt beim Menschen grassierende Corona-Virus SARS-CoV 2 (z.B. FIP bei der Katze, Durchfall bei Hunden und Schweinen).

Auch wenn es im Ausland ganz vereinzelte Erregernachweise von SARS-CoV 2 bei Haustieren gibt, sind unsere hiesigen Haus- und Nutztiere für das jetzt beim Menschen grassierende Corona-Virus grundsätzlich nicht empfänglich und können es erst recht nicht auf den Menschen übertragen. Einen Grund, sich wegen der jetzigen Corona-Pandemie von seinem Haustier zu trennen, besteht daher nicht.

Unabhängig davon gelten die bekannten Hygieneregeln beim Umgang mit Tieren auch jetzt - beispielsweise nach dem Streicheln Hände waschen, kein zu intensiver Kontakt (wie Essen teilen).

Was passiert bei häuslicher Isolierung / genereller Ausgangssperre mit meinen Tieren (v.a. Hund, Pferd, Bienen)?

Wenn es zur individuellen „häuslichen Isolierung“ von Tierhaltern kommt und diese das Haus oder die Wohnung nicht mehr verlassen dürfen, muss die Versorgung der Tier durch den Halter anders sichergestellt werden. Ggf. müssen Nachbarn, Freunde, Stallnachbarn um Hilfe gebeten werden. Tierhalter sollten bereits frühzeitig Absprachen treffen oder einen Betreuungsplan erstellen. In „Selbstversorger-Reitställen“ kann in diesen Fällen auch der Stall-Verpächter damit betraut werden, ohne dass dieser dann automatisch zum §11-Tierschutzgesetz-erlaubnispflichtigen „Pensions-Betrieb“ wird.

„Generelle Ausgangssperren“ dagegen gelten - anders als häusliche Isolierung - nicht für notwendige Wege, z.B. Lebensmittel-Einkäufe. Da der Futtermittelhandel von den Geschäftsschließungen ausgenommen ist, wäre auch der Gang dorthin sowie zu Tierarztpraxen weiterhin möglich. Das Füttern der Tiere sowie medizinisch / tierschutzrechtlich notwendige Bewegung z.B. von Pferden oder kurze Gassi-Gänge mit Hunden oder auch das Versorgen anderer nicht am/im selben Haushalt untergebrachter Tiere (z.B. Bienenstände) sind nicht verboten, wenn dabei die bekannten Hygieneregeln eingehalten werden - vor allem kein Kontakt zu anderen Personen. Eine Nachweispflicht ist nach aktuellem Stand nicht vorgesehen - das Mitführen der Kopie eines Pferdepasses oder anderer Dokumente ist aber sicherlich hilfreich, um unnötige Diskussionen zu vermeiden. Die Hygieneregeln für Pferdeställe hat das Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW am 18.03.2020 in einem Erlass geregelt.

In diesem Erlass „Sicherstellung der Versorgung von Pferden in Nordrhein-Westfalen unter den Maßgaben zur Eindämmung der Coronainfektionen - Leitfaden für alle pferdehaltenden Betriebe mit Publikumsverkehr“ werden auch Aussagen zur Anwesenheitszeit gemacht. Damit sind die Zeiten der Anwesenheit auf dem Betrieb gemeint, um eben zwischenmenschliche Kontakte zu vermeiden, nicht aber Aufenthalte außerhalb des Betriebes z.B. Ausritte in der Natur, die durchaus länger dauern dürfen. Natürlich sind auch dabei die Hygieneregeln und das grundsätzliche Kontaktverbot zu beachten.

Kann ich mit meinem Tier (z.B. Hund, Pferd) noch ins Ausland fahren ?

Da aktuell im Kreis Recklinghausen keine Ausgangssperre gilt, sondern „nur“ ein Kontaktverbot, ist es grundsätzlich nicht verboten, mit seinem Tier ins Ausland zu reisen. Aber auch diese Reisen sollten - wie alle anderen Aktivitäten / Bewegungen - auf das wirklich erforderliche beschränkt bleiben und müssen unter Einhaltung der bekannten Hygieneregeln (v.a. kein Personenkontakt) durchgeführt werden.

Inwieweit aber die „Empfangs-Staaten“ aktuell überhaupt Menschen und Tiere ins Land lassen, ist vorher bei diesen Staaten zu erfragen. Die tierseuchenrechtlichen Voraussetzungen für ein eventuelles Verbringen müssen natürlich auch eingehalten werden (Heimtiere - gültige EU-Heimtierausweise; Pferde und Nutztiere - amtstierärztliche Gesundheitsbescheinigung etc.).

 

Unternehmen und Selbstständige

Wer hilft mir als Unternehmen/Selbstständiger?

Speziell für Unternehmen und Selbstständige haben wir neben Fragen und Antworten wichtige Ansprechpartner sowie aktuelle Informationen zu Maßnahmen und Erlassen zusammengestellt. Zur Seite "Corona-Informationen für Unternehmen"
 

Eltern

Gibt es Hilfestellungen, mit denen ich meinem Kind die aktuelle Situation erklären kann?

Um Kindern die aktuelle Situation zu erklären, gibt es eine Vorlesegeschichte mit dem Bären Ben. 
"Aufregung im Wunderwald - und alles wegen dieser Krankheit" ist eine Geschichte von Björn Enno Hermans, illustriert von Annette Walter, empfohlen vom Kindernetzwerk.
 
Bei allen Fragen steht Ihnen außerdem die Erziehungsberatung Vest zur Seite. Mehr Informationen und Kontaktdaten finden Sie hier.
 

Angebote in anderen Sprachen

Wo finde ich Informationen in anderen Sprachen?

Das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Recklinghausen hat Links zusammengestellt, auf denen Sie Informationen in anderen Sprachen finden.